Regulierung von Live-Blackjack im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und die Rolle einzelner Bundesländer
Geschrieben von Mia Krüger · 2.10.2026

Regulierung von Live-Blackjack im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und die Rolle einzelner Bundesländer

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt die Lizenzvergabe für Live-Blackjack im Online-Bereich und überträgt die Entscheidungsbefugnis an die einzelnen Bundesländer statt an eine zentrale nationale Stelle, wodurch sich unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen in den verschiedenen Regionen ergeben.
Struktur der Lizenzvergabe nach dem Staatsvertrag
Der Vertrag aus dem Jahr 2021 legt fest, dass jedes Bundesland eigenständig über die Erteilung von Konzessionen für virtuelle Tischspiele wie Live-Blackjack entscheidet, und diese dezentrale Herangehensweise führt zu einer uneinheitlichen Verfügbarkeit auf dem deutschen Markt. Während einige Länder Genehmigungen erteilen, bleiben andere restriktiv und erlauben solche Angebote nicht.
Beobachter der Glücksspielbranche stellen fest, dass diese Aufteilung der Zuständigkeiten zu einer fragmentierten Landschaft führt, in der Spieler je nach Wohnsitzbundesland auf unterschiedliche legale Optionen zugreifen können, und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) die offizielle Whitelist der zugelassenen Anbieter und Spiele führt.
Beispiele für länderspezifische Umsetzungen
In Bayern existieren Angebote für virtuelles Blackjack, die unter den Regelungen des Vertrags genehmigt wurden, während Schleswig-Holstein Konzessionen für Online-Casino-Tischspiele vergibt und damit eine aktive Rolle bei der Lizenzierung einnimmt. Andere Bundesländer haben bislang keine vergleichbaren Genehmigungen erteilt, sodass dort keine legalen Angebote verfügbar sind.
Die GGL aktualisiert die Whitelist regelmäßig und stellt sicher, dass nur zugelassene Operatoren und Spiele aufgeführt werden, und Betreiber ohne Eintrag auf dieser Liste besitzen keine rechtliche Grundlage für den Betrieb innerhalb Deutschlands. Offshore-Plattformen dominieren weiterhin die Auswahl der Spieler, doch diese Anbieter verfügen über keine inländische Genehmigung und agieren außerhalb des nationalen Rechtsrahmens.

Aktueller Stand im Oktober 2026
Im Oktober 2026 zeigt sich die Umsetzung des Vertrags in der Praxis durch die fortgesetzte Zuständigkeit der einzelnen Länder, und nur eine begrenzte Anzahl von Bundesländern bietet derzeit legale Online-Tischspiele an. Die GGL überwacht die Einhaltung der Vorgaben und führt die zentrale Liste der erlaubten Angebote, während Offshore-Anbieter ohne inländische Autorität bleiben.
Statistiken und Berichte zur Marktentwicklung deuten darauf hin, dass die dezentrale Struktur zu einer uneinheitlichen Verfügbarkeit führt, und Spieler in Ländern ohne Konzessionen auf nicht lizenzierte Plattformen ausweichen. Die Behörde dokumentiert alle zugelassenen Operatoren und Spiele auf ihrer Whitelist, um Transparenz für Nutzer zu schaffen und illegale Angebote zu kennzeichnen.
Auswirkungen auf den Markt und die Spieler
Die Regelung nach dem Staatsvertrag 2021 hat zur Folge, dass die Verfügbarkeit von Live-Blackjack von der jeweiligen Landespolitik abhängt, und diese Variation beeinflusst die Möglichkeiten der Spieler in unterschiedlichen Regionen. In zugelassenen Ländern wie Bayern und Schleswig-Holstein können legale Angebote genutzt werden, während in anderen Gebieten nur Offshore-Optionen existieren.
Die GGL trägt die Verantwortung für die Pflege der offiziellen Liste und stellt sicher, dass alle Einträge den Vorgaben des Vertrags entsprechen, und Betreiber ohne Zulassung dürfen keine Werbung oder Dienste in Deutschland anbieten. Diese Struktur bleibt auch im Oktober 2026 unverändert und prägt die Rahmenbedingungen für Online-Tischspiele weiterhin.
Fazit
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 hat die Zuständigkeit für Live-Blackjack-Lizenzen bei den Bundesländern belassen und damit eine regionale Vielfalt geschaffen, wobei die GGL die Whitelist der erlaubten Angebote verwaltet. Offshore-Plattformen dominieren die nicht lizenzierten Bereiche, und die aktuelle Situation im Oktober 2026 spiegelt diese dezentrale Regulierung wider.